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Wirtschaftliche Substanz in Panama: das neue Gesetz Nr. 526

Panama hat mit dem Gesetz Nr. 526 vom 28. Mai 2026 neue Vorschriften zur wirtschaftlichen Substanz eingeführt.

Sie gelten für das Geschäftsjahr 2027 und folgend.

Wer eine panamaische Struktur nutzt, um passive Erträge aus dem Ausland zu halten, sollte jetzt genau hinsehen.

Denn genau diese Strukturen stehen im Fokus.


Worum es geht

Panamas territoriales Steuersystem bleibt bestehen. Im Ausland erzieltes Einkommen wird grundsätzlich weiterhin nicht in Panama besteuert.

Das neue Gesetz setzt an einer bestimmten Stelle an: bei multinationalen Unternehmensgruppen, die in Panama ansässig sind und dort rein passive Auslandserträge vereinnahmen.

Dazu gehören:

  • Dividenden

  • Zinsen

  • Lizenzgebühren

Die Steuerfreiheit dieser Erträge ist ab 2027 nicht mehr automatisch. Sie ist an eine Bedingung geknüpft.


Wen es konkret trifft

Betroffen ist ein verbreitetes Muster: eine panamaische Gesellschaft, die passive Auslandserträge bündelt, ohne in Panama tatsächlich präsent zu sein.

Wer eine solche Struktur ohne echte Substanz vor Ort führt, ist ab dem Geschäftsjahr 2027 unmittelbar betroffen.

Nicht im Fokus stehen:

  • Privatpersonen mit Wohnsitz in Panama

  • lokal tätige, operative Unternehmen

  • Einkünfte, die innerhalb Panamas erwirtschaftet werden

Die Trennlinie ist nicht der Wohnsitz, sondern die Substanz.


Was “wirtschaftliche Substanz” bedeutet

Betroffene Unternehmen müssen nachweisen, dass sie in Panama eine angemessene physische und geschäftliche Präsenz unterhalten.

Dazu gehören unter anderem:

  • qualifiziertes Personal vor Ort

  • angemessene Räumlichkeiten

  • die tatsächliche Geschäftsführung und Entscheidungsfindung in Panama

Das Unternehmen muss in Panama real arbeiten, nicht nur registriert sein.


Die steuerliche Konsequenz

Hier entscheidet sich alles.

Mit Substanznachweis: Die passiven Auslandseinkünfte bleiben in Panama steuerfrei.

Ohne Substanznachweis: Auf diese Einkünfte fällt eine pauschale Steuer von 15 % an.

Die Substanz ist damit die Trennlinie zwischen Steuerfreiheit und Besteuerung.


Ausnahme: der maritime Sektor

Der maritime Sektor ist von den neuen Regeln ausgenommen.

Das betrifft zum Beispiel die Beteiligung an Handelsschiffen unter panamaischer Flagge.

Dieser Bereich unterliegt bereits strengen internationalen Kontrollen.


Was jetzt zu tun ist

Für Strukturen ohne ausreichende Substanz bedeutet das neue Gesetz konkreten Handlungsbedarf.

Zwei Dinge sind dabei wichtig:

Substanz lässt sich aufbauen. Und ob eine bestehende Struktur den Anforderungen standhält, lässt sich vorab prüfen.

Wer früh handelt, hat bis zum Geschäftsjahr 2027 Zeit, die nötige Präsenz vor Ort sauber aufzusetzen.


Unser Ansatz

Unternehmen, die von der neuen Regelung betroffen sind, unterstützen wir an zwei Punkten:

  • Prüfung – hält Ihre bestehende Struktur der Substanzanforderung stand?

  • Aufbau – Einrichtung der notwendigen Infrastruktur vor Ort: Büroräume, Personal, Administration und Geschäftsführung.

Unsere Rolle besteht darin, die Anforderungen realistisch einzuordnen und die Umsetzung in Panama zu begleiten.

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